Österreich weist mit 1,72 m² Einzelhandelsfläche pro Kopf eine der höchsten Verkaufsflächendichten europaweit auf. Das geht aus einer aktuellen Studie der RegioData Research GmbH hervor. Der erhobene Umstand ist auf die vielen Fachmarktzentren sowie auf die hohe Dichte an großflächigen Baumärkten und Möbelhäusern zurückzuführen. Gerade in diesen Bereichen herrscht jedoch Eintönigkeit, einige wenige Namen dominieren den Markt. Einem Österreicher stehen aktuell durchschnittlich 1,72 m² Einzelhandelsfläche zur Verfügung. Nur die Schweiz und der Zwergstaat San Marino weisen im europäischen Vergleich eine höhere Dichte auf. Österreich verfügt jedoch mit nahezu 18.000 Euro pro Kopf auch über ein besonders starkes Kaufkraftniveau. Weltweit gesehen hat die USA mit 3,36 m² pro Kopf die höchste Verkaufsflächendichte.
Ausgabenplanung in Österreich
Der Konjunktureinbruch lässt die Österreicher genauer aufs Geld schauen: 42 Prozent sparen laut einer Umfrage des Fonds Gesundes Österreich bei Restaurantbesuchen und 38 Prozent geben weniger für den Urlaub aus. Bei Kino- und Theaterkarten schränken sich 29 Prozent ein. Weniger gespart wird hingegen bei Alkohol (17 Prozent) und Zigaretten (11 Prozent). Für 44 Prozent der 502 Befragten hat die Krise keine Folgen für die Budgetplanung. Für den Fall, dass die Befragten in eine sozial oder finanziell schwierige Situation kommen würden, vertrauen die Menschen laut Umfrage sich selbst am meisten (93 Prozent). Der Familie vertrauen 90 Prozent und dem Freundes- und Bekanntenkreis 74 Prozent. Das Vertrauen in staatliche und private Institutionen ist aber eher gering. 27 Prozent vertrauen laut Umfrage wohltätigen Vereinen und Organisationen, 24 Prozent den Banken, 23 Prozent dem Staat und 14 Prozent der Kirche.
Österreich ist kein vollkommener Selbstversorger
Die Lebensmittelproduktion in Österreich blieb 2008, wie schon die Jahre zuvor, auf stabilem Niveau. Nach wie vor ist Österreich kein vollkommener Selbstversorger - während es gewaltige Überschüsse bei Milch gibt, fehlt es beispielsweise an Geflügelfleisch. Insgesamt macht die Lebensmittelproduktion sieben Prozent am gesamten Exportvolumen aus, teilte die Statistik Austria am Mittwoch in einer Aussendung mit. Auffallend ist: Die Preise der heimischen Bauern sind besonders dort unter Druck, wo weit mehr als für den heimischen Bedarf produziert wird. Der Grad der Selbstversorgung von Konsummilch lag im Vorjahr bei 152 Prozent, von Rind- und Kalbfleisch bei 145 Prozent, von Schweinefleisch bei 103 Prozent und von Käse (einschl. Schmelzkäse) bei 102 Prozent. Bei Butter und Eiern (jeweils 77 Prozent), bei Lammfleisch (78 Prozent) und bei Geflügelfleisch (75 Prozent) musste hingegen zugekauft werden. Ziemlich stabil ist auch der Pro-Kopf-Verbrauch: Er lag 2008 gleich bei 98,4 Kilogramm. Davon entfielen 56,4 Kilo auf Schweinernes, 18,4 Kilo auf Rindfleisch und 19,3 Kilo auf Geflügel. Der Rest waren Wild, Innereien, etc. Beim Fisch lag der Jahresverbrauch pro Österreicher bei 7,8 Kilo, bei Butter bei 19,4 Kilo und bei Trinkmilch bei 92,2 Kilo. Außerdem wurden 239 Eier verdrückt.