30.000 neue Artikel in einem Jahr ?

01.10.2009 10:31

Wenn es so einfach wäre, neue Käuferschichten zu gewinnen. Oft ist es ja schon ein nahezu unlösbares Problem, die bestehenden Kunden bei der Stange zu halten. Und gerade im Konsumgüterbereich im allgemeinen (und im LEH ganz besonders) erwarten die Kunden ständig Neues, Originelles, noch Gesünderes oder Komfortableres.

Dass die kreativsten Produktentwickler mit ihren Ideen manchmal total danebenliegen, dass die besten Marketingstrategen bisweilen eine ganze Menge Geld in den Sand setzen, dass Techniker, Logistiker, PR- und Werbe-Manager unter Umständen an den Vorstellungen der Kunden und an den Möglichkeiten des Marktes „vorbeiarbeiten“ ist bedauerliche aber doch alltägliche Tatsache.

Schön, dass ein sachlicher, strategischer (um nicht zu sagen akademischer) Zugang hier hilft, die Risiken zu minimieren. Auch wenn man sich dadurch immer mehr dem Phänomen des „gläsernen Kunden“ nähert – eine Tatsache, der man sich bewusst sein, und der man nicht kritisch genug gegenüberstehen sollte.

Die „Rasterfahndung“ nach der offenen Börse des Konsumenten, kombiniert mit innovativen und erstklassig vermarkteten Produkten, hat trotzdem ihr Gutes: Gerade in Zeiten der Krise trägt sie zu einem stabilen und stabilisierenden Geschäft bei. Und das ist doch auch eine ganze Menge.

Das meint jedenfalls Ihr,
Georg Strzyzowski

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